Wie unterstützen IT-Plattformen moderne Arbeit?

Wie unterstützen IT-Plattformen moderne Arbeit?

Inhaltsangabe

IT‑Plattformen moderne Arbeit beschreiben integrierte Angebote aus Software und Infrastruktur wie Microsoft 365, Google Workspace, AWS oder Salesforce, die Kommunikation, Datenverarbeitung und Geschäftsprozesse verbinden. Sie bilden die technische Grundlage, mit der Unternehmen die digitale Transformation gestalten.

Die zentrale These ist klar: IT‑Plattformen erhöhen Effizienz, Flexibilität und Zusammenarbeit. Durch Funktionen für Kollaboration, Automatisierung und Datenanalyse lassen sich Routineaufgaben reduzieren und Entscheidungen beschleunigen.

Für die moderne Arbeitswelt sind diese Plattformen zugleich Integrationsschicht und Unternehmenssoftware‑Ökosystem. Sie ermöglichen das Zusammenführen bestehender Systeme, bieten APIs für Schnittstellen und liefern Sicherheitsfunktionen, die für deutsche Firmen wichtig sind.

In Deutschland spielen DSGVO‑Anforderungen, Fachkräftemangel und die Wahl zwischen lokalen Rechenzentren und globalen Cloud‑Regionen eine große Rolle. Anbieter wie Microsoft Azure Germany oder die AWS EU‑Regionen beeinflussen die Cloud‑Adoption und das Vertrauen von KMU wie auch Großunternehmen.

Dieser Artikel bietet einen produktbewertenden Blick: Er erläutert Auswahlkriterien und Komponenten, zeigt Praxisbeispiele und typische Risiken und gibt konkrete Hinweise zur Integration und Sicherheit in deutschen Unternehmen.

Wie unterstützen IT‑Plattformen moderne Arbeit?

Moderne IT‑Plattformen bündeln Werkzeuge für Kommunikation, Daten und Prozesse. Sie schaffen eine gemeinsame Arbeitsbasis für verteilte Teams. Kernfunktionen IT‑Plattformen reichen von Echtzeit‑Kollaboration bis zu Governance‑Mechanismen.

Zusammenfassung der wichtigsten Funktionen

Collaboration Tools wie Microsoft Teams, Slack und Google Meet erlauben Chat, Video und gemeinsame Dokumente in Echtzeit. Content‑Management über SharePoint und Confluence reduziert Informationssilos.

Projekt‑ und Aufgabenmanagement sorgt für Transparenz in Projekten. Workflow‑Automatisierung mit Microsoft Power Automate oder Zapier reduziert manuelle Arbeitsschritte.

Zentrale Datenablagen und leistungsfähige Suche verbessern Auffindbarkeit. Governance‑Funktionen umfassen Rollen‑ und Berechtigungsmanagement, Audit‑Logs und Backup/Restore.

Relevanz für Unternehmen in Deutschland

Für Unternehmen in Deutschland steigern IT‑Plattformen Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit. Cloud Adoption Deutschland treibt die Nutzung von Cloud‑Diensten voran, wobei DSGVO konforme Plattformen gefragt sind.

Viele Firmen achten auf BSI‑Standards und lokale Rechenzentren von Microsoft, Google oder OVHcloud. Das reduziert rechtliche Risiken und stärkt Vertrauen bei Kunden.

Wirtschaftlicher Mehrwert zeigt sich in kürzerer Time‑to‑Market und Skaleneffekten, die besonders kleinen und mittleren Unternehmen zugutekommen.

Typische Einsatzszenarien in verschiedenen Branchen

Im Dienstleistungssektor kombinieren Unternehmen Collaboration Tools mit CRM‑Lösungen wie Salesforce oder HubSpot zur Kundenpflege und Projektkoordination.

In Produktion und Industrie ermöglichen Plattformen wie Siemens MindSphere oder AWS IoT IIoT‑Anbindung, Edge‑Computing und Predictive Maintenance.

Im Gesundheitswesen kommen DSGVO konforme Plattformen für Telemedizin und Aktenmanagement zum Einsatz. Öffentliche Verwaltungen nutzen Plattformen zur digitalen Bürgerkommunikation bei strenger Compliance.

Im Handel verbessern Omnichannel‑Plattformen Personalisierung und Logistik. Diese IT‑Plattformen Einsatzszenarien zeigen, wie branchennahe Lösungen Prozesse transformieren.

Wesentliche Komponenten moderner IT‑Plattformen

Moderne IT‑Plattformen beruhen auf mehreren Bausteinen, die zusammen Flexibilität, Integration und Sicherheit bieten. Unternehmen in Deutschland wählen Komponenten nach Bedarf, von Infrastruktur über Schnittstellen bis zu Schutzmechanismen.

Cloud‑Infrastruktur und Skalierbarkeit

Die Cloud Infrastruktur umfasst IaaS, PaaS und SaaS. IaaS liefert virtuelle Server und Netzwerke für direkte Kontrolle. PaaS bietet Laufzeitumgebungen für Entwickler. SaaS stellt fertige Anwendungen für Endanwender bereit.

Kleine Betriebe profitieren oft von SaaS, mittlere von PaaS und große von IaaS‑Setups mit Hybridansätzen. Skalierbarkeit IT‑Plattformen folgt zwei Mustern: vertikale Skalierung für stärkere Maschinen und horizontale Skalierung für mehr Instanzen.

Auto‑Scaling in AWS, Azure und Google Cloud sorgt für automatische Anpassung. Für Performance sind Latenz, SLAs und Multi‑Region‑Bereitstellung entscheidend. CDN‑Dienste wie Cloudflare oder Akamai reduzieren Verzögerungen.

Kostenkontrolle gelingt durch Right‑Sizing, Reserved Instances und Serverless‑Ansätze wie AWS Lambda oder Azure Functions.

APIs und Integrationsmöglichkeiten

Offene Schnittstellen sind Schlüssel für Interoperabilität. REST APIs sind weit verbreitet, GraphQL ergänzt flexible Abfragen. APIs Integration ermöglicht die Verbindung von ERP, CRM und HR‑Systemen.

Integration Platform as a Service hilft bei komplexen Verknüpfungen. Anbieter wie MuleSoft oder Dell Boomi liefern Konnektoren zu SAP und Microsoft Dynamics. Event‑getriebene Architekturen mit Kafka oder RabbitMQ unterstützen asynchrone Prozesse.

Best Practices umfassen Versionierung, OAuth2 für Authentifizierung, Throttling und stetiges Monitoring von Schnittstellen. Konkrete Szenarien zeigen die Anbindung von Shopify an ein ERP oder die Synchronisation von Workday‑Daten mit internen Systemen.

Sicherheitsmechanismen und Compliance

Sicherheitsmechanismen IT‑Plattformen beginnen bei Verschlüsselung at‑rest und in‑transit. Hardware‑Sicherheitsmodule und die Wahl physischer Datacenter‑Standorte spielen eine Rolle.

Zero Trust und Least Privilege bilden moderne Paradigmen. Identity and Access Management mit MFA und SSO erhöht Schutz. Endpoint Security und SIEM‑Systeme wie Splunk oder Elastic unterstützen das Monitoring.

Compliance DSGVO bleibt für deutsche Firmen zentral. ISO 27001, BSI‑C5 und branchenspezifische Zertifikate sind relevant. Governance verlangt Log‑Management, Audit‑Trails und klare Data‑Retention‑Policies.

Bei der Anbieterauswahl lohnt sich Blick auf Sicherheits‑ und Compliance‑Roadmaps sowie Vertragsklauseln für Data Processing Addendums und lokale Datentreuhänder.

Produktbewertung: Kriterien zur Auswahl geeigneter Plattformen

Bei der Auswahl einer IT‑Plattform geht es um mehr als Feature‑Listen. Entscheider prüfen Performance, Kosten und die tägliche Benutzererfahrung. Klare Bewertungsmetriken helfen, Anbieter wie Microsoft Azure, Amazon Web Services oder Google Cloud objektiv zu vergleichen.

Performance und Zuverlässigkeit

Messgrößen wie Latenz, Durchsatz und Recovery Time Objective sind zentral. Verfügbarkeit SLAs mit konkreten Prozentwerten geben den ersten Anhaltspunkt für die Betriebssicherheit.

Lasttests und Proof of Concept zeigen reale Grenzen der Plattform Performance. Third‑party‑Reports von Gartner oder Forrester ergänzen interne Tests und liefern Benchmarks zur Zuverlässigkeit Cloud.

Redundante Architekturen, regelmäßige DR‑Tests und Backup‑Strategien minimieren Single Points of Failure. Diese Maßnahmen reduzieren Ausfallzeiten und verbessern die Verfügbarkeit SLAs in kritischen Szenarien.

Benutzerfreundlichkeit und Onboarding

Usability IT‑Plattformen entscheidet über Akzeptanz. Intuitive UI, rollenbasierte Dashboards und mobile Clients verkürzen das Onboarding.

Self‑Service‑Funktionen und gute Dokumentation senken den administrativen Aufwand. Migrationswerkzeuge beschleunigen die Datenübernahme und erhöhen die Chance auf schnellen Time‑to‑Value.

Erfolg misst man über DAU/MAU, NPS und weniger Support‑Tickets. Eine positive Benutzererfahrung wirkt sich direkt auf Produktivität und Nutzerakzeptanz aus.

Kostenmodell und Total Cost of Ownership

Kosten IT‑Plattformen bestehen aus Lizenzgebühren, Infrastruktur, Integrationsaufwand und Betrieb. Lizenzmodelle Cloud variieren stark; nutzungsbasierte und pro‑Nutzer‑Modelle sind weit verbreitet.

SaaS reduziert CapEx, aber langfristige OpEx muss genau geplant werden. Versteckte Kosten wie Datenegress‑Gebühren oder Anpassungsaufwand verändern die Total Cost of Ownership signifikant.

Methoden zur TCO‑Berechnung umfassen Break‑even‑Analysen und Szenario‑Planung. Für den Mittelstand sind Verhandlungsoptionen und gestaffelte Pakete relevant, um den ROI transparent zu machen.

Praxisbeispiele: Wie Teams mit IT‑Plattformen produktiver werden

IT‑Plattformen verändern tägliche Abläufe in Teams. Sie schaffen schnelle Abstimmungen, reduzieren unnötige Meetings durch asynchrone Kommunikation und zentralisieren Dokumente. Zahlreiche Unternehmen setzen auf Kollaborationstools Remote Arbeit, um Erreichbarkeit und Transparenz zu erhöhen.

Kollaboration und Remote‑Arbeit

Projektarbeit läuft oft über Microsoft Teams und SharePoint. Diese Kombination erlaubt gemeinsame Dokumentenbearbeitung und strukturierte Chats.

Für Videomeetings nutzen viele Firmen Microsoft Teams oder Google Meet. Diese Plattformen unterstützen hybrides Arbeiten und sorgen für verlässliche Kommunikation.

Tools wie Slack mit Confluence ergänzen das Wissensmanagement. Klare Meeting‑Agenden, Videoaktivierung und ein Nachverfolgungssystem verbessern die Disziplin.

Wer mehr über Videokonferenzen und Homeoffice lesen möchte, findet praktische Hinweise auf einer spezialisierten Seite.

Automatisierung von Geschäftsprozessen

Prozessautomatisierung reduziert Routineaufwand. Typische Szenarien sind Rechnungsverarbeitung, Onboarding und Ticket‑Routing.

RPA‑Tools wie UiPath oder Automation Anywhere automatisieren wiederkehrende Aufgaben. Low‑Code Lösungen und Workflow Automation beschleunigen Implementierungen.

Microsoft Power Automate bietet native Automationsfunktionen in vielen Office‑Umgebungen. Das spart Zeit und minimiert Fehler.

Erfolgreiche Automatisierungen basieren auf sauberer Prozessdokumentation und KPIs zur Messung von Durchlaufzeiten und Fehlerquoten.

Datengetriebene Entscheidungsfindung

Datenanalyse Plattformen zentralisieren Informationen in Data Lakes oder Data Warehouses. Das schafft eine einheitliche Grundlage für Business Intelligence.

Tools wie Power BI oder Tableau liefern Dashboards, die Data‑Driven Decision Making beschleunigen. Managementteams sehen KPIs in Echtzeit.

Predictive Analytics hilft bei Lead‑Priorisierung im Vertrieb. Dashboards unterstützen Kapazitätsplanung in der Produktion.

Wichtige Aspekte bleiben Datenqualität, Metadaten‑Catalogs und Data Stewardship. Gute Governance sichert verlässliche Insights.

  • Messbare Effekte: kürzere Time‑to‑Decision, höhere Erreichbarkeit verteilter Teams.
  • Herausforderungen: Benachrichtigungs‑Overload und Informationsflut erfordern klare Regeln.
  • Erfolgsfaktoren: Prozessdokumentation, KPI‑Monitoring, und gezielte Toolauswahl.

Integration und Migration: Herausforderungen und Lösungsansätze

Die Migration zu modernen IT‑Plattformen verlangt ein klares Vorgehen. Ein iteratives Modell mit Assess, Plan, Pilot, Rollout und Operate erhöht die Erfolgschancen. Wer Quick Wins priorisiert, schafft früh Vertrauen und reduziert operative Risiken.

Best Practices für die schrittweise Einführung

Eine schrittweise Einführung arbeitet mit kleinen, messbaren Meilensteinen. Die Rollout Strategie setzt auf Pilotgruppen, strikte KPI‑Überwachung und Feedback‑Loops.

Technisch empfiehlt sich hybrider Betrieb und das Strangulation Pattern, um monolithische Systeme schrittweise abzulösen. Tests vor der Datenmigration sichern Integrität und Verfügbarkeit.

Risiken bei der Migration und wie man sie minimiert

Migrationsrisiken umfassen Datenverlust, Downtime und unvollständige Integrationen. Maßnahmen zur Downtime Minimierung sind parallele Systeme, Run‑books und Backout‑Pläne.

SLA‑Verhandlungen mit Anbietern, rechtliche Prüfungen zu Datenstandort und Subprozessoren sowie kontinuierliches Performance‑Monitoring verringern operative und juristische Gefahren.

Schulung und Change Management

Change Management IT Plattformen beginnt mit Stakeholder‑Mapping und einem klaren Kommunikationsplan. Champions‑Programme und incentivierte Trainings unterstützen die Akzeptanzförderung.

Für Mitarbeiterschulung eignen sich E‑Learning, Präsenzworkshops, Onboarding‑Guides und Office Hours mit IT‑Support. Laufende Messgrößen wie Nutzungsmuster und Supportanfragen zeigen, ob die Maßnahmen wirken.

  • Vorgehensmodell: Assess → Plan → Pilot → Rollout → Operate
  • Priorisierung: zuerst Quick Wins
  • Technik: hybrider Betrieb, Strangulation Pattern
  • Absicherung: Tests, Backout‑Pläne, SLA
  • Change: Kommunikationsplan, Champions, Trainings

Sicherheits‑ und Datenschutzaspekte für deutsche Unternehmen

Bei der Einführung von IT‑Plattformen steht die Einhaltung der DSGVO im Mittelpunkt. Unternehmen müssen Auftragsverarbeitungsverträge prüfen, ein Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten führen und Betroffenenrechte klar regeln. Eine transparente Datenschutzerklärung und regelmäßige Datenschutzfolgenabschätzungen helfen, Pflichten praktisch umzusetzen.

Die Auswahl von Anbietern sollte Kriterien wie Datenlokation in der EU, Standardvertragsklauseln (SCC) oder gegebenenfalls das EU‑US Data Privacy Framework berücksichtigen. Wichtig ist zudem Subprozessor‑Transparenz: Kunden müssen wissen, wer auf Daten zugreift. Solche Prüfungen stärken Datenschutz IT‑Plattformen und reduzieren rechtliche Risiken.

Technische Schutzmaßnahmen wie Ende‑zu‑Ende‑Verschlüsselung, Pseudonymisierung, strikte Zugriffskontrollen und regelmäßige Penetrationstests sind zentral für IT‑Sicherheit Deutschland. Ergänzend sichern organisationale Maßnahmen den Betrieb: Bestellung eines Datenschutzbeauftragten, gezielte Schulungen, Incident‑Response‑Pläne und Meldepflichten bei Datenpannen.

Orientierung bieten BSI Richtlinien, ISO 27001 und branchenspezifische Standards wie TISAX in der Automobilbranche. Eine abgewogene Prüfung von Nutzen und Risiken, strukturierte Compliance‑Checks vor der Auswahl und laufende Kontrollen sorgen dafür, dass moderne Arbeit sicher, rechtskonform und vertrauenswürdig bleibt.

FAQ

Was versteht man unter IT‑Plattformen und welche Beispiele gibt es?

IT‑Plattformen sind integrierte Software‑ und Infrastrukturangebote, die Kommunikation, Datenverarbeitung und Geschäftsprozesse zusammenführen. Bekannte Beispiele sind Microsoft 365 und Azure, Google Workspace, Amazon Web Services (AWS) sowie Salesforce. Sie kombinieren Kollaborationstools, zentrale Datenspeicherung, Automatisierungsfunktionen und Sicherheitsmechanismen, um Arbeitsprozesse zu vereinfachen und die digitale Transformation zu beschleunigen.

Wie fördern IT‑Plattformen die Zusammenarbeit im Unternehmen?

IT‑Plattformen ermöglichen Echtzeit‑Kollaboration durch gemeinsame Dokumentbearbeitung, Chat und Videokonferenzen. Tools wie Microsoft Teams, SharePoint oder Slack reduzieren Informationssilos und unterstützen asynchrone Kommunikation. Projekt‑ und Aufgabenmanagementfunktionen sowie zentrale Wissensablagen sorgen für schnellere Abstimmungen, weniger Meetings und klarere Verantwortlichkeiten.

Welche Rolle spielen Automatisierung und Integrationen?

Automatisierung reduziert manuelle Arbeitsschritte und beschleunigt Prozesse. Plattformen bieten native Automationsfunktionen und Integrationen zu iPaaS‑Lösungen wie MuleSoft oder Konnektoren zu SAP, Workday oder Shopify. Event‑getriebene Architekturen (Kafka, RabbitMQ) und Tools wie Microsoft Power Automate oder Zapier verbinden Systeme und schaffen End‑to‑End‑Workflows.

Welche Sicherheits‑ und Compliance‑Funktionen sind wichtig?

Wichtige Funktionen sind Identity and Access Management (IAM), Multi‑Factor Authentication (MFA), Single Sign‑On (SSO), Verschlüsselung at‑rest und in‑transit sowie Security Information and Event Management (SIEM) wie Splunk oder Elastic. Für deutsche Unternehmen sind DSGVO‑Konformität, ISO 27001 und BSI‑Anforderungen zentral. Zero‑Trust‑Prinzipien, Least‑Privilege sowie Audit‑Logs und Data‑Retention‑Policies stärken die Governance.

Wie beeinflusst die Datenlokation die Anbieterauswahl in Deutschland?

Datenlokation ist entscheidend wegen DSGVO und branchenspezifischen Vorgaben. Viele Unternehmen bevorzugen EU‑Regionen oder lokale Rechenzentren wie Microsoft Azure Germany, AWS EU‑Regionen oder OVHcloud. Vertragsklauseln, Subprozessor‑Transparenz und Standardvertragsklauseln (SCC) sind wichtige Kriterien bei der Auswahl.

Welche Cloud‑Servicemodelle gibt es und wie wählt man das richtige?

Die Hauptmodelle sind IaaS (Infrastruktur), PaaS (Plattformdienste) und SaaS (fertige Anwendungen). Kleine und mittlere Unternehmen profitieren oft von SaaS wegen schneller Implementierung. Größere Unternehmen oder spezielle Anwendungen nutzen IaaS/PaaS für mehr Kontrolle und Skalierbarkeit. Die Wahl hängt von Kontrolle, Kostenstruktur, Integrationsbedarf und Compliance‑Anforderungen ab.

Worauf sollten Unternehmen bei Performance und Verfügbarkeit achten?

Wichtige Kennzahlen sind SLA‑Verfügbarkeit, Latenz, Durchsatz sowie Recovery Time Objective (RTO) und Recovery Point Objective (RPO). Multi‑Region‑Bereitstellung, CDN‑Einsatz (Cloudflare, Akamai) und Auto‑Scaling helfen, Performance und Resilienz zu steigern. Lasttests, Monitoring‑Dashboards und Drittanbieter‑Reports (Gartner, Forrester) unterstützen die Bewertung.

Wie lassen sich Kosten und Total Cost of Ownership einschätzen?

Kosten setzen sich aus Lizenz‑ oder Abonnementgebühren, Infrastruktur, Integrations‑ und Migrationsaufwand, Betrieb und Schulung zusammen. SaaS reduziert oft CapEx, steigert aber laufende OpEx. Versteckte Kosten wie Datenegress, Anpassungen oder Compliance‑Audits sollten einbezogen werden. TCO‑Modelle, Break‑even‑Analysen und Szenarioplanung helfen bei der Entscheidung.

Welche Integrations‑Strategien sind empfehlenswert bei Migrationen?

Ein iteratives Vorgehen mit Assess, Plan, Pilot, Rollout und Operate minimiert Risiken. Hybrider Betrieb, Strangulation Pattern und parallele Systeme ermöglichen schrittweise Ablösung. Priorisierung von Quick Wins, umfangreiche Migrationstests, Backout‑Pläne und klare SLA‑Vereinbarungen reduzieren Ausfallrisiken.

Welche typischen Risiken gibt es bei der Einführung und wie mindert man sie?

Risiken sind Datenverlust, Betriebsunterbrechungen, unvollständige Integrationen, Kostenüberschreitungen und Nutzerwiderstand. Maßnahmen zur Risikominderung umfassen umfassende Tests, Backups, detaillierte Run‑books, Stakeholder‑Management sowie rechtliche Prüfung von Verträgen und Subprozessoren.

Wie wichtig ist Change Management und welche Formate eignen sich für Schulungen?

Change Management ist entscheidend für Nutzerakzeptanz. Stakeholder‑Mapping, Kommunikationspläne und Champions‑Programme fördern Adoption. Schulungsformate wie E‑Learning, Präsenzworkshops, Onboarding‑Guides und Office‑Hours mit IT‑Support kombinieren Theorie und Praxis effektiv.

Welche Branchenanforderungen sind speziell zu beachten?

Branchen wie Gesundheitswesen und Finanzsektor haben strenge Regulatorik: eHealth‑Standards, TISAX oder besondere Datenschutzanforderungen. Industrie benötigt IIoT‑Anbindungen und Edge‑Computing (Siemens MindSphere, AWS IoT). Öffentlicher Sektor erwartet hohe Compliance. Anbieter mit relevanten Zertifizierungen sind hier vorzuziehen.

Wie messen Unternehmen den Erfolg einer Plattformeinführung?

Erfolgsmessung erfolgt über KPIs wie Time‑to‑Value, Nutzerakzeptanz (DAU/MAU), Reduktion von Support‑Tickets, Net Promoter Score sowie Prozesskennzahlen (Durchlaufzeit, Fehlerquote). Monitoring‑Tools und regelmäßige Reviews sichern kontinuierliche Verbesserungen.

Welche Rolle spielen APIs und Middleware für Interoperabilität?

Offene APIs (REST, GraphQL) und Middleware‑Lösungen ermöglichen die Interoperabilität zwischen ERP, CRM, HR und E‑Commerce. iPaaS‑Anbieter wie Dell Boomi und Konnektoren vereinfachen Integrationen. Best Practices sind Versionierung, Authentifizierung (OAuth2), Throttling und API‑Monitoring.

Welche Sicherheitszertifikate und Standards sind relevant?

Relevante Standards sind DSGVO, ISO 27001, BSI‑C5 und branchenspezifische Zertifikate wie TISAX. Anbieter sollten transparente Compliance‑Roadmaps, Penetrationstests und Data Processing Addenda anbieten. Regelmäßige Audits und dokumentierte Sicherheitsprozesse sind unabdingbar.

Wie unterstützen Plattformen datengetriebene Entscheidungen?

Datenplattformen bündeln Data Lake/Warehouse, BI‑Tools wie Power BI oder Tableau und Self‑Service‑Analytics. Gute Datenqualität, Metadaten‑Catalogs und MDM‑Prozesse sorgen für verlässliche Insights. Dashboards, Forecasts und Predictive Analytics beschleunigen Managemententscheidungen und Priorisierung.

Welche Anbieter eignen sich besonders für KMU in Deutschland?

Für KMU sind Microsoft 365, Google Workspace, Salesforce (für CRM) und Cloud‑Angebote von AWS oder Azure häufig passend. Entscheidend sind einfache Onboarding‑Prozesse, skalierbare Preismodelle, lokale Rechenzentren und gute Integrationsmöglichkeiten. Verhandlungsoptionen und Supportangebote für den Mittelstand sind Pluspunkte.
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