Wie arbeitet ein Entwickler für Industriesteuerungen?

Wie arbeitet ein Entwickler für Industriesteuerungen?

Inhaltsangabe

Ein Entwickler für Industriesteuerungen gestaltet und realisiert Automatisierungsentwicklung für Produktionsanlagen. Er plant, programmiert und testet Steuerungslogik, um Maschinen zuverlässig und sicher zu betreiben.

Kernaufgaben eines Industriesteuerung Entwickler umfassen SPS-Entwicklung, Integration von Feldbussystemen wie Profinet oder EtherCAT sowie HMI-Design. Dazu gehören Kenntnisse in Regelungstechnik, Steuerungsnetzwerken und IT/OT-Integration.

Das Ziel ist, Stillstandzeiten zu minimieren, Durchsatz und Qualität zu optimieren und Normanforderungen wie DIN EN ISO oder die Maschinenrichtlinie zu erfüllen. In der Praxis arbeitet ein Steuerungsingenieur Deutschland eng mit Produktionsleitern, Elektroplanern und Inbetriebnehmern zusammen.

Der Arbeitsprozess gliedert sich in Konzeptphase, Anforderungsanalyse, Erstellung von Lasten- und Pflichtenheft, Entwicklung, Simulation, Inbetriebnahme und Übergabe an Betrieb und Wartung. Moderne Assistenzfunktionen im Fahrzeugbereich zeigen, wie Echtzeitdaten und Sprachsteuerung Prozesse vereinfachen können; ein Beispiel dazu findet sich bei virtuellen Assistenten im Auto.

Wie arbeitet ein Entwickler für Industriesteuerungen?

Ein Entwickler für Industriesteuerungen verbindet Technik und Praxis, um Maschinen sicher und effizient zu steuern. Er plant die Steuerungsarchitektur, prüft Anforderungen und arbeitet eng mit Produktion und Instandhaltung zusammen. Die klare Dokumentation begleitet jedes Projekt von Anfang an.

Aufgabenbereich und Verantwortlichkeiten

Zu den zentralen Aufgaben zählen Entwurf der Steuerungsarchitektur, Programmierung der SPS und HMI sowie Integration von Sensoren und Antrieben. Typische SPS Entwickler Aufgaben umfassen I/O-Planung, Sicherheitsfunktionen nach SIL/PL und Implementierung von Diagnose- und Logging-Mechanismen.

Verantwortlichkeiten Steuerungsentwickler reichen von der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben bis zur termingerechten Lieferung. Er sorgt für Wartungsfreundlichkeit, klare Schnittstellen zu SCADA, MES und ERP sowie für eine saubere Dokumentation Steuerungsprojekt.

Anforderungsanalyse mit Kunden und Produktionsleitung

Die Anforderungsanalyse Automatisierung beginnt mit Workshops, Prozessbegehungen und Interviews. Ziel ist das Erfassen funktionaler und nicht-funktionaler Punkte wie Taktzeiten, Varianten, Umweltbedingungen und Sicherheitsanforderungen.

Kundenanforderungen Industrieautomation werden priorisiert und mit Produktionsanforderungen SPS abgeglichen. Use Cases und Ablaufdiagramme dienen zur Verifikation. Ergebnis ist eine priorisierte Liste mit Betriebsrandbedingungen wie EMV, Temperatur und Schutzart.

Erstellung von Pflichten- und Lastenheften

Das Lastenheft beschreibt die Anforderungen aus Kundensicht: Projektumfang, Prozessbeschreibung, Leistungsanforderungen, Schnittstellen und Abnahmekriterien. Es bildet die Basis für technische Planung und Beschaffung.

Im Pflichtenheft konkretisiert der Entwickler die Umsetzung. Die Spezifikation SPS-Projekt enthält Architekturentwurf, gewählte Hardware und Software, Programmierkonzept, I/O-Plan, Sicherheitskonzept, Testprozeduren und Meilensteine.

Formale Aspekte wie Versionierung, Änderungsmanagement und Freigabemechanismen sichern die Nachvollziehbarkeit. Gute Pflichtenheft Lastenheft Automatisierung erhöhen die Akzeptanz bei Produktion und Kunde und erleichtern die spätere Abnahme.

Technische Tools und Programmiersprachen für Automatisierung

Die Wahl der richtigen Tools prägt Projektablauf und Wartbarkeit in der Automatisierung. Entwickler prüfen Hard- und Software nach Skalierbarkeit, Echtzeitfähigkeit und vorhandener Infrastruktur. In Deutschland spielen Automatisierungsplattformen Deutschland eine zentrale Rolle bei der Systemauswahl.

Bekannte SPS-Hersteller bringen unterschiedliche Stärken mit. Siemens SPS mit TIA Portal ist in Europa weit verbreitet und integriert HMI- sowie SCADA-Lösungen eng. Beckhoff TwinCAT setzt auf PC-basierte Steuerung und EtherCAT, was hohe Rechenleistung und Flexibilität erlaubt. Rockwell Allen-Bradley bietet mit ControlLogix und Studio 5000 starke Lösungen für EtherNet/IP-Umgebungen.

Weitere Kriterien bei der Auswahl sind Kommunikation (Profinet, EtherCAT, EtherNet/IP), Lizenzkosten und Supportnetzwerk. Entwickler vergleichen Hersteller gezielt nach Projektanforderungen und setzen bei Bedarf auf Anbieter wie Schneider Electric, Omron oder WAGO.

Die Norm IEC 61131-3 definiert standardisierte Programmiersprachen für Steuerungen. Übliche Sprachen sind Structured Text SPS für komplexe Algorithmen, Funktionsbausteinsprache (FBD) für modulare Komponenten und Ladder Diagram Beispiel für schaltplanähnliche Logik. Sequential Function Chart hilft bei sequentiellen Abläufen.

Structured Text eignet sich für Berechnungen, Datenstrukturen und Regelungsaufgaben. Ladder Diagram bleibt beliebt bei Elektrotechnikern wegen seiner visuellen Nähe zu Schaltplänen. Gute Coding-Konventionen, aussagekräftige Namen und Unit-Tests verbessern Lesbarkeit und Wartbarkeit.

Simulation und Testsoftware reduzieren Risiken in der Inbetriebnahme. Siemens PLCSIM ermöglicht Offline-Prüfungen für S7-Projekte. Mit TwinCAT Simulation lassen sich PC-basierte Steuerungen virtuell testen. Rockwell-Tools wie Emulate unterstützen Logikprüfungen für Studio 5000.

  • Typen von Tests: Unit-Tests für Funktionsbausteine, Integrationstests für Schnittstellen, HIL-Tests für sicherheitskritische Komponenten.
  • Vorteile: Schnellere Inbetriebnahme, frühzeitige Fehlererkennung und Schulung des Betriebspersonals ohne Risiko.
  • Zusatzwerkzeuge: Protokollanalyse, IO-Tester und Diagnosetools der Antriebshersteller.

Praktiker kombinieren SPS-Simulation mit strukturierter Testsoftware Automatisierung, um Regressionen zu verhindern und Deployment zu beschleunigen. Ein Pilotprojekt mit klaren KPIs hilft, Aufwand und Nutzen realistisch einzuschätzen.

Für Hintergrundwissen zu KI-gestützter Prozessoptimierung empfiehlt sich weiterführende Lektüre wie diese Übersicht zu KI im Arbeitsumfeld, die Einsatzfelder und Integrationsaspekte erläutert.

Entwicklungsprozess und Best Practices

Der Entwicklungsprozess verbindet Technik, Organisation und Praxis. Er beginnt mit klaren Zielen und einem strukturierten Anforderungsmanagement Automatisierung, das Anforderungen systematisch erfasst, priorisiert und rückverfolgbar macht.

Anforderungsmanagement und Versionskontrolle

Gutes Anforderungsmanagement Automatisierung nutzt Tools wie Jira oder Polarion für Nachverfolgbarkeit und Änderungsanträge. Damit lassen sich Impact-Analysen und formalisierte Freigaben sauber dokumentieren.

Für Versionskontrolle SPS empfiehlt sich Git für Steuerungsentwicklung oder spezialisierte Systeme. Branching-Strategien, Release-Management und regelmäßige Backups sorgen für Rechtssicherheit und schnelle Wiederherstellung.

Modulares Design und Wiederverwendbarkeit von Code

Modulare SPS-Programmierung trennt Prozesslogik, Hardwareabstraktion und Maschinensteuerung. Wiederverwendbare Funktionsbausteine reduzieren Entwicklungsaufwand und erhöhen Konsistenz über Projekte hinweg.

Eine saubere Softwarearchitektur Automatisierung definiert Schnittstellen, versioniert Bibliotheken und verwendet Code-Reviews. Typische Module sind I/O-Abstraktion, State Machines und Rezeptverwaltung.

Sichere Programmierung und Fehlerbehandlung

Sichere SPS-Programmierung beachtet Sicherheitsfunktionen SIL PL und Normen wie ISO 13849 und IEC 61508. Redundanz, Watchdogs und geprüfte Sicherheitsbausteine erhöhen Integrität.

Fehlerbehandlung Steuerung setzt auf Logging, Diagnose, Alarme und klare Recovery-Prozeduren. Defensive Programming, Validierung von Eingaben und Timeout-Strategien stärken die Robustheit.

Dokumentation und Übergabe an Betrieb und Wartung

Vollständige Dokumentation SPS-Projekt umfasst Schaltpläne, I/O-Listen, kommentierten Quellcode und Wartungsunterlagen Automatisierung. Änderungsprotokolle und Abnahmeberichte sind Teil der Nachvollziehbarkeit.

Die Übergabe Protokoll Inbetriebnahme beinhaltet Schulungen, FNT- und SAT-Tests sowie Übergabe von Zugangsdaten und Wartungsverträgen. Langfristige Betreuung regelt Updates, Sicherheits-Patches und SLA für Support.

Ergänzend lohnt sich ein Blick auf bewährte Prinzipien moderner Softwareentwicklung, siehe moderne Softwarepraktiken, um Effizienz, UX und Skalierbarkeit in Automatisierungsprojekten zu stärken.

Projektbeispiele, Prüfverfahren und Kostenaspekte

Typische Projektbeispiele Automatisierung Deutschland reichen von Inline-Verpackungsanlagen mit Rezeptverwaltung und Q-Logging über Montagezellen mit Roboterschnittstelle bis hin zu Abfüll- und Etikettieranlagen mit CIP-Anforderungen. Prozessleitsystem-Integrationen in Chemieanlagen benötigen besondere Sicherheits- und Dokumentationsstandards. Referenzprojekte von Siemens Solution Partnern oder Beckhoff System Integrators reduzieren Risiken bei Rollout und Betrieb.

Für Prüfverfahren SPS sind FAT (Factory Acceptance Test) und SAT (Site Acceptance Test) zentrale Meilensteine. Funktions- und Integrationsprüfungen, Performance-Tests sowie Messgrößen wie Zykluszeiten oder Fehlerraten bilden die Abnahmebasis. Sicherheitsprüfungen nach PL/SIL, EMV-Tests, IP-Prüfungen sowie HIL- und Lasttests stellen die Robustheit im Produktionsbetrieb sicher.

Bei der Budgetplanung sind Automatisierungsprojekt Kosten in mehreren Posten aufzuschlüsseln: Engineering-Stunden, Hardware (SPS, I/O, HMI, Antriebe), Lizenzen, Inbetriebnahme vor Ort sowie Schulung und Wartungsverträge. TCO-Betrachtungen, Break-even-Analysen und die Erfassung aktueller FTE-Kosten helfen, ROI zu berechnen und Investitionsentscheidungen zu stützen.

Praktische Hinweise: Kleine, modulare Piloten mit klar definierten KPIs minimieren Nacharbeiten und Zusatzkosten. Transparente Prüfverfahren und Herstellerzertifizierungen erleichtern die Auswahl. Für organisatorische Optimierung und vernetzte Arbeitsabläufe lohnt sich ein Blick auf Lösungen wie die KI-gestützte Arbeitsorganisation von evoblick, um Betriebskosten und Stillstandrisiken weiter zu senken: KI-gestützte Arbeitsorganisation.

FAQ

Wie arbeitet ein Entwickler für Industriesteuerungen?

Ein Entwickler für Industriesteuerungen plant, programmiert, testet und übergibt Steuerungslösungen für Maschinen und Anlagen. Er sorgt dafür, dass Produktionsprozesse zuverlässig, effizient und sicher laufen. In der Praxis umfasst das die SPS-Programmierung, Integration von Feldbussen wie Profinet oder EtherCAT, HMI-Design, Regelungstechnik sowie IT/OT-Integration. Typische Phasen sind Konzept, Anforderungsanalyse, Spezifikation (Lasten- und Pflichtenheft), Entwicklung, Simulation, Inbetriebnahme, Dokumentation und Wartungsübergabe.

Welche Kernkompetenzen braucht ein Entwickler in diesem Bereich?

Wichtige Fähigkeiten sind fundierte Kenntnisse in IEC 61131-3-Sprachen wie Structured Text und Ladder Diagram, Erfahrung mit Plattformen wie Siemens TIA Portal, Beckhoff TwinCAT oder Rockwell Studio 5000, sowie Praxis in Feldbussen, Antriebsintegration und HMI-Design. Zusätzlich sind Verständnis für Sicherheitsnormen (ISO 13849, IEC 61508/62061), Netzwerk- und IT-Security-Grundlagen und Erfahrung mit Simulationstools und Tests (Unit-, Integration-, HIL-Tests) essenziell.

Wie läuft die Anforderungsanalyse mit Kunde und Produktionsleitung ab?

Die Analyse beginnt mit Workshops, Prozessbegehungen und Interviews mit Linienführern und Instandhaltung. Es werden funktionale und nicht-funktionale Anforderungen erfasst: Zykluszeiten, Produktvarianten, Umweltbedingungen, Schnittstellen und Sicherheitsanforderungen. Ergebnis ist eine priorisierte Anforderungsliste und Inhalte für das Lastenheft, das die Kundensicht dokumentiert.

Was ist der Unterschied zwischen Lastenheft und Pflichtenheft?

Das Lastenheft beschreibt, was der Kunde erwartet: Projektumfang, Prozessbeschreibung, Leistungsanforderungen, Randbedingungen und Abnahmekriterien. Das Pflichtenheft konkretisiert, wie diese Anforderungen technisch umgesetzt werden: Architekturentwurf, gewählte Hardware/Software, I/O-Plan, Sicherheitskonzept, Test- und Abnahmeprozeduren sowie Zeitplan und Meilensteine.

Welche Inhalte gehören typischerweise in ein Pflichtenheft?

Ein Pflichtenheft enthält den Architekturentwurf, konkrete Hardware- und Softwareauswahl (Hersteller, Typen), Programmierkonzept, I/O-Plan, Sicherheits- und Testkonzept, Zeitplan, Meilensteine sowie Versionierung, Änderungsmanagement und Freigabemechanismen für die Abnahme.

Welche SPS-Hersteller und Plattformen werden häufig genutzt?

In Deutschland und Europa sind Siemens (S7-1500, TIA Portal), Beckhoff (TwinCAT, EtherCAT) und weitere Anbieter wie Schneider Electric, Omron, WAGO oder Rockwell Automation (Allen‑Bradley) verbreitet. Die Auswahl hängt von Skalierbarkeit, Echtzeitfähigkeit, Kommunikationsanforderungen und Support ab.

Welche Programmiersprachen sind in der Automatisierung üblich?

Die Norm IEC 61131-3 standardisiert Sprachen wie Structured Text (ST), Ladder Diagram (LD), Function Block Diagram (FBD) und Sequential Function Chart (SFC). ST eignet sich für komplexe Algorithmen, LD ist bei diskreten Steuerungen beliebt, FBD und SFC visualisieren wiederkehrende Funktionen und Abläufe.

Welche Simulations- und Testwerkzeuge kommen zum Einsatz?

Typische Tools sind Siemens PLCSIM/PLCSIM Advanced, Beckhoff TwinCAT Simulation und Rockwell Emulate3D/Studio 5000 Logix Emulate. Ergänzt werden sie durch Netzwerk-Analysetools wie Wireshark, Antriebsdiagnose-Software und HIL-Testsysteme. Simulationen verkürzen Inbetriebnahmezeiten und ermöglichen Lasttests ohne Risiko.

Wie wird Versions- und Änderungsmanagement gehandhabt?

Entwickler nutzen Git, SVN oder spezialisierte Systeme wie Siemens Teamcenter. Branching‑Strategien, Release‑Management und formale Änderungsanträge mit Impact‑Analyse sind üblich. Regelmäßige Backups und Versionierung sichern Nachvollziehbarkeit für Audits und rechtliche Anforderungen.

Warum ist modulare Programmierung wichtig?

Modulares Design fördert Wiederverwendbarkeit, reduziert Entwicklungszeit und Fehlerquote und erleichtert Tests. Typische Module sind I/O‑Abstraktion, State Machines, Rezeptverwaltung und Sicherheitsbausteine. Versionierte Bibliotheken und klare Schnittstellen sichern Konsistenz über Projekte hinweg.

Welche Sicherheitsanforderungen sind bei Steuerungen zu beachten?

Sicherheitsfunktionen werden nach Normen wie ISO 13849 (PL) und IEC 61508/62061 (SIL) implementiert. Maßnahmen umfassen redundante Sensorik, Watchdogs, abgesicherte Kommunikationskanäle, Netzsegmentierung und Authentifizierung. Penetrationstests und regelmäßige Sicherheitsupdates sind Teil der OT‑Sicherheit.

Wie sehen Prüfverfahren wie FAT und SAT aus?

Ein Factory Acceptance Test (FAT) prüft Funktionen und Integrationen im Werk; ein Site Acceptance Test (SAT) wird nach Montage und Inbetriebnahme vor Ort durchgeführt. Beide Tests umfassen Funktions-, Integrations- und Performance‑Checks mit definierten Messgrößen wie Zykluszeiten und Fehlerraten.

Welche Kostenfaktoren beeinflussen Automatisierungsprojekte?

Kosten setzen sich aus Engineering‑Stunden, Hardware (SPS, I/O, HMI, Antriebe), Lizenzen, Inbetriebnahme, Reisekosten, Schulungen und Wartungsverträgen zusammen. Auch TCO‑Faktoren wie Energieverbrauch, Stillstandskosten und Ersatzteilverfügbarkeit spielen eine Rolle. Modularer Aufbau und transparente Abnahmeprozesse reduzieren langfristige Kosten.

Welche Tests verbessern Qualität und Betriebssicherheit?

Unit‑Tests für Funktionsbausteine, Integrationstests für Schnittstellen, HIL‑Tests für sicherheitskritische Komponenten und Systemtests mit virtuellen HMIs sind bewährte Maßnahmen. Zusätzlich gehören EMV‑Prüfungen, IP‑Schutzart‑Kontrollen und Performance‑Stress‑Tests zur Qualitätssicherung.

Wie erfolgt die Übergabe an Betrieb und Wartung?

Die Übergabe umfasst Dokumentation (Schaltpläne, I/O‑Listen, Software‑Architektur), Schulungen für Bedien‑ und Wartungspersonal, Durchführung von FAT/SAT sowie die Übergabe von Zugangsdaten und Wartungsverträgen. Checklisten, Diagnose‑Dashboards und HMI‑Handbücher unterstützen den laufenden Betrieb.

Welche Praxisbeispiele zeigen den Einsatz von Industriesteuerungen?

Typische Projekte sind Inline‑Verpackungsanlagen mit Rezeptverwaltung, Montagezellen mit Roboterschnittstellen, Abfüll‑ und Etikettieranlagen mit CIP‑Anforderungen sowie Integrationen in Prozessleitsysteme der Chemieindustrie. Referenzprojekte und Herstellerzertifizierungen wie Siemens Solution Partner erleichtern die Auswahl von Integratoren.

Welche Tools helfen bei Diagnose und Netzwerkanalyse?

Wireshark mit industriellen Protokoll‑Plugins, Herstellerdiagnose‑Tools wie Siemens Drive Diagnostics oder Beckhoff ADS Tools sowie IO‑Tester und Protokollanalysatoren sind gängige Hilfsmittel. Sie unterstützen Fehlersuche, Performance‑Monitoring und Optimierung von Feldbuskommunikation.
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